Werkzeuge & Werkstatt

Nageltechniken


Einen Nagel zu nageln ist nicht nur eine Frage der Vorbereitung, des Ziels und des Schwingens. Andere Elemente wie die Größe des Nagels, der Einschlagwinkel und die Art der zu verbindenden Teile sind maßgeblich. Wenn es zum Beispiel darum geht, die Vorteile des Gesichtsnagelns gegenüber dem Zehennageln zu verstehen, müssen viele Menschen viel lernen. Hier sind einige Probleme und Optionen zu berücksichtigen.

Nagelgröße. Als Faustregel gilt, dass zum Befestigen eines Holzstücks an einem anderen ein Nagel verwendet werden sollte, der dreimal so dick ist wie das zu nagelnde Stück. Das ist zwar ein guter Ausgangspunkt, aber es ist nicht die ganze Geschichte.

Wenn der Nagel das zweite Stück durchdringt, ist ein dreifacher Nagel zu lang (außer beim Clinch-Nageln). Ein weiterer Gesichtspunkt, insbesondere bei Abschlussarbeiten, ist die Möglichkeit von Spaltungen. Diese treten am wahrscheinlichsten auf, wenn durch das Hirnholz genagelt wird, und übergroße Nägel können die Ursache sein.

Ein wenig Übung, Erfahrung und, wenn Sie sich nicht sicher sind, ein wenig Experimentieren mit Schrottteilen zeigen Ihnen, was Sie im Einzelfall wissen müssen.

Hammergröße. Wählen Sie auch Ihren Hammer richtig aus und passen Sie das Gewicht und die Form des Hammerkopfs an die Arbeit an, die Sie ausführen. Kleine Nägel lassen sich mit leichteren Hämmern viel leichter nageln, und große Nägel lassen sich mit kleinen Hämmern nur schwer einschlagen. Ein ausgewogener 20-Unzen-Glockenhammer erledigt die unterschiedlichsten Aufgaben.

Gesichtsnageln. Dies ist das rudimentäre Nageln, das wir zuerst gelernt haben. Es kann in den unterschiedlichsten Situationen eingesetzt werden, wenn der Nagel direkt in die Stirnfläche des Werkstücks bis zum zweiten Stück eingetrieben wird. Gesichtsnagelverbindungen sind nicht besonders fest (insbesondere wenn die zu befestigenden Werkstücke senkrecht zueinander stehen), aber die Technik ist schnell und einfach.

Zehennageln. Im Gegensatz dazu führt das Nageln der Zehen zu einem starken Gelenk. Die Technik erfordert ein Paar Nägel, die in entgegengesetzten Winkeln von 45 Grad eingeschlagen werden. Es ist nicht für alle Gelenke geeignet, da die Körnung eines Werkstücks im Winkel zum anderen liegen muss.

Schwalbenschwanznageln. Diese Technik ähnelt dem Nageln von Zehen, da die Nägel vorgespannt eingeschlagen werden. Das Nageln von Paaren oder Nagelsätzen in unterschiedlichen Winkeln stärkt das Nagelgelenk. In diesem Fall wird jedoch die Vorderseite der Platine genagelt (und nicht die gegenüberliegenden Seiten der Platine).

Blindnageln. Nut-Feder-Bretter werden blind genagelt. Der Nagel wird in einem Winkel von ungefähr 45 Grad in die Zunge des Brettes eingetrieben. Dann wird die Nut des nächsten Stücks über die Zunge geschoben, wodurch der Nagel verdeckt wird.

Clinch Nageln. Früher eine gängige Technik, wird sie heute seltener eingesetzt. Ein eingeklemmter (oder geballter) Nagel wird durch die zu verbindenden Teile geschlagen, und die hervorstehende Spitze wird gebogen und für zusätzliche Haltekraft bündig genagelt. Lattentüren wurden traditionell mit dieser Technik hergestellt, was zu dem Klischee „tot wie ein Doornail“ führte.

Lotsenlöcher. Wenn Sie mit Hartholz arbeiten oder dünne Materialien in der Nähe des Endkorns nageln, müssen Sie zuerst ein Pilotloch bohren, um ein Spalten des Holzes zu vermeiden.

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